|
100 Jahre Liedertafel
– 1992 war es soweit
1892-1992
Im Jahre 1992 kann die Liedertafel Aindling auf ihr 100 jähriges Bestehen zurückblicken. Wie andere Vereine auch, trug sie in diesen vielen Jahren zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Marktgemeinde bei.
Im Herbste des Jahres 1892 wurde auf Veranlassung des damaligen Hilfslehrers Karl Schmid ein Verein ins Leben gerufen, der sich zur Aufgabe "Pflege des Gesanges und der Geselligkeit stellte und damit war die
entstanden.
Vorstands- Mitglieder:
- Lehrer Jos. Steinbacher, Vorstand
- Lehrer Karl Schmid, Dirigent

- Kaufm. Martin Sausgruber, Schriftführer u. Kassier.
b) Aktive Mitglieder:
1. Tenöre:
- Wilhelm Rath, Schmiedemeister
- Anton Maier, Sattler
- Martin Jakob, Schuhmacherssohn
2. Tenöre:
- Martin Durner, Gärtnerssohn
- Xaver Bauer, Zieglerssohn
- Wilhelm Ettinger, Gütlerssohn
1. Bässe:
- Josef Steinbacher, Lehrer
- Martin Sausgruber, Kaufmann
- Josef Durner, Gärtnerssohn
- Anton Schmid, Bierbrauer
2. Bässe:
- Josef Mann, Bäckermeister
- Ludwig Röhsler, Gerbergeselle
c) Passive Mitglieder:
- Dr. Georg Schöttl, prakt. Arzt
- Xaver Meier, Metzgermeister.
Die Anregung kam vom damaligen Hilfslehrer Karl Schmid, der auch die Schulung der Sangesbrüder übernahm.
Statuten wurden ausgearbeitet und vom Bezirksamt genehmigt. Als Vereinslokal wählte man die „Brauerei zum Moosbräu“. Die Proben wurden montags abgehalten.
Da die meisten Mitglieder der Noten unkundig waren, beschränkten sich die Proben vorerst auf das Kennenlernen derselben und das Singen einfacher Melodien. Doch schon bald konnten kleinere Gesangsstücke, begleitet von Violinenklang, geübt werden.
Der damalige Brauereibesitzer stellte die Liedersammlung „Regensburger Liederkranz“ zur Verfügung. So konnte die gesangliche Entwicklung gut vorangehen. Die Mitglieder bestanden aus einigen Bürgern und hauptsächlich aus der Lehrerschaft von Aindling und den umliegenden Orten. Die Lehrer übernahmen auch das Amt des Dirigenten. Doch durch öfteres Versetzen an andere Schulen fand ein häufiger Wechsel statt und zeitweise konnten keine regelmäßigen Proben stattfinden, so auch von 1896-1903.
Erste größere Veranstaltungen wie Konzerte, Theateraufführungen und Faschingstreiben fanden von 1903-1908 statt und brachten viel Beifall. 1907 wurde mit 21 Sängern die damals höchste Mitgliederzahl erreicht. Bereits ein Jahr später viel sie auf 13 und dann auf 6 Mitglieder zurück. Dies bedeutete das vorübergehende Ende des Vereins. Während des Krieges 1914/18 ruhte das Vereinsleben völlig.
Als man sich von den Schrecken und Wirren der Kriegsjahre erholt hatte, lebte auch die Sangesfreude wieder auf. Es war das Verdienst von Dr. J. Steinbacher, den Verein wieder neu zu beleben.
Am 23.September 1920 sammelte sich im Moosbräu eine sangesfreudige Schar, um einen Neuanfang zu beraten. Die stattliche Zahl von 35 Personen war bereit, dem Verein durch ihre Stimmen neue Impulse zu geben. Erstmals waren auch 8 Damen als Mitglieder zu verzeichnen. Das alte Vereinsinventar und ein Klavier standen noch im Moosbräu bereit. Die Proben wurden auf Donnerstags festgesetzt.
Bereits am 19. Dezember 1920 war der erste öffentliche Auftritt mit einem Weihnachtssingen. Damit begann eine rege Tätigkeit, die sich nicht nur auf Gesangsvorträge beschränkte. Man führte auch Theaterstücke auf, nahm an Gründungsfeiern oder Fahnenweihen anderer Vereine teil und machte Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung. Zahlreiche Eintragungen in der Vereinschronik zeugen von vielfältigen Auftritten in der Zeit von 1920-1934, die der Liedertafel viel Lob und Anerkennung brachten.
1922 kam die erfreuliche Mitteilung, dass die Liedertafel als Mitglied des Ober-Donau-Sängergaues aufgenommen wird.
Im Juli 1934 wurde ein Ständchen zum 25jährigen Priesterjubiläum von Pfarrer Georg Ellgaß gesungen. Danach verlief das Vereinsleben ruhiger und kam mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges ganz zum Erliegen.
Aber im Oktober 1949, durch die Initiative von Oberlehrer Karl Schädler als Dirigent und mit Martin Maier als 1. Vorstand und 29 Sängern, begann die neue Ära der Liedertafel. Mit Erfolg wurde die alte und schöne Tradition fortgeführt.
In den folgenden Jahren fanden wieder regelmässige und gut besuchte Proben statt. Bunte Abende und Ausflüge wurden veranstaltet. Und nach langer Zeit konnte 1953 wieder zu einem Sängerball eingeladen werden, bei dem die Kapelle Haltmeier aufspielte. Dieser Ball brachte gute Einnahmen in die Vereinskasse.
Aus diesem Grund wurde durch Dirigent Franz Böswirth die Beschaffung einer Standarte und die Abhaltung einer Fahnenweihe mit 60jährigem Gründungsfest in Erwägung gezogen. Nach dem Faschingsball 1954, welcher ebenfalls gute Einnahmen brachte, wurde bei der Firma Lindner in München eine Standarte in Auftrag gegeben. Der Preis betrug damals 603 DM. Die Bänder für die Festjungfrauen und die Patenbänder wurden mit 125 DM berechnet.
Im Mai, bei der Teilnahem am Gausängerfest in Thierhaupten, errang die Liedertafel beim Wertungssingen einen Wanderpokal.
Am 11. Juli 1954 war endlich der große Tag für die Sänger. An diesem Tag fand die festliche Einweihung der Standarte durch Pfarrer Max Däubler statt. Man feierte gleichzeitig das nachvollzogene 60jährige Bestehen des Vereins. Ein ansehnlicher Festzug mit Orts- und Gesangsvereinen zog durch den Markt Aindling zur Festhalle der Gebrüder Ettinger mit anschließendem Tanz im Moosbräusaal.
Beim Gausängerfest in Holzheim gewannen die Sänger 1956 den ersten Preis und einen Pokal.
1957 trat die Liedertafel dem Deutschen Sängerbund bei.
Beim Kameradschaftsabend konnten 1958 vierzehn verdiente Mitglieder vom Schwäb. –Bayerischen Sängerbund und dem Augsburger Sängerkreis ausgezeichnet werden.
Die Johannes-Rösle-Plakette in Silber für 25 Jahre Treue bekamen: Martin Bauer, Johann Greiner, Anton Riegl, Josef Rucker, Karl Schmid, Sebastian Schürer, Engelbert Schuler, Andreas Spielberger und Josef Weindl.
Für 40jähige Tätigkeit im Chor erhielten die Plakette in Silber mit Goldrand: Ehrenvorstand Martin Maier und Dirigent Franz Böswirth.
Die goldene Ehrennadel mit Sängerehrenbrief und Ehrenausweis des Deutschen Sängerbundes für 50 Jahre Freude am Gesang wurde unter großem Beifall aller Anwesenden an Martin Huber, Bürgermeister Xaver Huber und Karl Schneider verliehen.
1959 wurde Franz Böswirth für 25 Jahre Arbeit als Chorleiter geehrt.
Au ch die 60er Jahre waren voller Arbeit an Chorproben und schöner geselliger Stunden.
Anfang 1962 übernahm Max Scholtis, der schon seit 1954 mit Franz Böswirth abwechselnd dirigierte, die Leitung des Chores. Für seinen unermüdlichen Einsatz wurde ihm große Anerkennung ausgesprochen.
Im Dezember 1962 übernahem Oberlehrer Günther Gabrisch dieses Amt. Unter seiner Führung wurde 1963 zu Ehren von Pfarrer Max Däubler für seine 25jährige Tätigkeit als Seelsorger der Pfarrei Aindling ein Ständchen gesungen.
Im Mai1964 versammelten sich der Schülerchor Aindling, die Singrunde Todtenweis und die Liedertafel Aindling, um gemeinsam am Marktplatz bei Fackelschein den Tag des Liedes zu begehen. Im Juni nahm unser Verein als Gast bei der Fahnenweihe und dem Freundschaftssingen der Singrunde Todtenweis teil.
Am 30.Mai 1965 umrahmte die Liedertafel die festliche Einweihung des neuen Kriegsdenkmals in Aindling. Im Juli wurde das 40jährige Priesterjubiläum von Geistl. Rat Max Däubler mitgestaltet.
1966 wurde Erwin Friedel zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Am 8. und 9. Juli 1967 fand mit gleichzeitigem Freundschaftssingen die 75-Jahr-Feier statt. Die Liedertafel mit ihrem Schülerchor und der Bläsergruppe, dem Kirchenchor Aindling und Chören aus Aichach, Augsburg,Haunstetten, Herbertshofen, Langweid, Meitingen, Rehling, Tierhaupten und Zahling ließen mit ihren Vorträgen die Festtage zu einem großen Ereignis werden. Im Anschluss daran konnte Herr Friedel als erster Vorsitzender für unseren Chor die Ehrenurkunde des Deutschen Sängerbundes in Empfang nehmen.
Eine Bereicherung für die Liedertafel war die Gründung des gemischten Chores am 18. Januar 1968. Schon am 2. Februar ging ein Bunter Abend mit gemeinsam gesungenen Liedern und humorvollen Vorträgen über die Bühne. Gäste und Sänger waren mit den Darbietungen und dem Erfolg sehr zufrieden.
Mit besinnlicher Weise fand 1969 im Moosbräusaal die erste Weihnachtsfeier statt. Eine Streichergruppe mit Harmoniumbegleitung und Schulkinder mit einem Krippenspiel trugen ebenfalls zum Gelingen der Feier bei.
Zahlreiche Aktivitäten waren auch in den 70er und 80er Jahren angesagt. Mit großem Eifer wurde für das 80jährige Gründungsjubiläum am 13. Mai 1972 geprobt. Am gleichen Tag war auch wieder der Tag des Liedes in Aindling.
Stellvertretend für den damaligen Chorleiter Günther Gabrisch übernahm Peter Schmidberger zeitweise die Leitung des Chores.
Auch ein stetes Anwachsen der Mitgliederzahl wurde festgestellt. So konnte im gleichen Jahr das 100. Mitglied, Viktoria Manhard (verh. Glas), begrüßt werden. Im folgenden eine Anzahl weiterer Veranstaltungen:
1973 Teilnahme beim Bundessingen des Schwäb.-Bayer. Sängerbundes im Kleinen Goldenen Saal in Augsburg.
1975 veranstaltete die Liedertafel ein Kirchenkonzert zugunsten des neuen Kindergartens.
1976 Aktives Mitsingen beim Bundeschorfest in Berlin und beim deutsch-japanischen Chorfest in der Augsburger Kongresshalle.
1978 wurde der zehnte Geburtstag als gemischter Chor gefeiert. In diesem Jahr fand auch zum ersten Mal ein Bunter Abend mit Aindlinger Volksmusikgruppen statt.
1979 Zur 500-Jahr-Feier der Aindlinger Marktrechtsverleihung erfreute die Sängerschar mit ihrer Hausmusikgruppe und anderen Mitwirkenden mit ihren Darbietungen die zahlreich erschienenen Gäste.
Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung 1980 war der bevorstehende Chorleiterwechsel. Nach über 17 Jahren gab Rektor Günther Gabrisch seinen Rücktritt bekannt.
Beim festlichen Konzert zu 75-Jahr-Feier unserer Pfarrkirche St. Martin am 31. Mai 1980 wurde auf gesangliche und musikalische Weisen zur Ehre der Gottesmutter vorgetragen.
Am 3. April 1981 fand mit dem neuen Dirigenten Michael Prestele die erste Probe statt.
Ende Juli wurde dann bei einem Ehrenabend die offizielle Verabschiedung von Günther Gabrisch gefeiert. Mit anspruchsvollen Lied- und Musikvorträgen dankten ihm alle Anwesenden für seine Treue und Einsatz zum Wohl der Liedertafel. Vom ersten Vorsitzenden Erwin Friedel wurde er mit einer Urkunde und der silbernen Ehrennadel des Schwäb.-Bayer. Sängerbundes ausgezeichnet.
Trotz 17 Grad Kälte sang unser Chor im Dezember 1981 im Ortsteil Hausen weihnachtliche Weisen im Freien. Anschliessend wurden heisse Getränke an die Zuhörer verkauft. Der Erlös von 200 DM wurde auf das Konto der Lebenshilfe überwiesen.
Bei einer Veranstaltung im Aichacher Pfarrzentrum verteilten unsere Sänger Weihnachtsgeschenke an be hinderte Kinder und Jugendliche.
Im Januar 1982 übermittelte Landrat Josef Bestler seine Glückwünsche zu unserem 90jährigen Gründungsjubiläum und lobte die gute Leistung des Chores.
Wegen vielen anderer Veranstaltungen in diesem Jahr wurde das Gründungsfest erst im Herbst gefeiert. Eine große Gästeschar konnte begrüßt werden. Werke von Händel, Arcadelt, Mozart und Bruckner standen auf dem Programm. Schülerinnen des Maria-Ward-Gymnasiums in Augsburg begeisterten die Zuhörer mit einem Konzert für Harfe und Orchester. Beim 85. Kreissängertag, der zum ersten Mal in Aindling stattfand, waren Ende Februar viele Ehrengäste aus Kultur und Politik anwesend. Auch sie zollten der Liedertafel große Anerkennung.
Im selben Jahr umrahmte der Chor unter der Leitung von Michael Prestele eine Messfeier in der Wallfahrtskirche Maria Beinberg zum Ehejubiläum seiner Eltern.
Beim Frühjahrskonzert im Mai 1984 wurde viel Abwechslung geboten. Der Melodienstrauß reichte von klassischen zu volkstümlichen Weisen.
Ende Juni 1984 Teilnahme bei der Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Aindling.
Zur 2000-Jahr-Feier der Stadt Augsburg im Jahr 1985 war unser Chor ebenfalls vertreten.
1986 feierte der TSV Aindling sein 40jähriges Bestehen mit Fahnenweihe. Beim Umzug durch die Ortsstraßen zum Festplatz nahmen auch die Sänger teil.
Am 17. April 1988 fuhren wir zur Gestaltung des Gottesdienstes in das Augsburger Zentralklinikum. Beim Jubiläum zum 100jährigen Bestehen der Aindlinger Blaskapelle und gleichzeitigem 10jährigen Bestehen des Musikvereins Aindling im Mai 1988 marschierten die Sänger natürlich wieder mit.
Am 23. Juli 1988 feierte Geistl. Rat Edmund Ernst sein 25jähriges Priesterjubiläum. Gemeinsam mit dem Kirchenchor, unter der Leitung von Schwester Stilla Hönig, wurde der Pfarrherr mit mehreren Liedvorträgen geehrt.
Im September 1988 gab Dirigent Michael Prestele seinen Rücktritt zum Jahresende bekannt. Bei der Weihnachtsfeier im Anschluss an das Adventssingen im hiesigen Krankenhaus wurde er nach 7 ½ Jahren mit einem Präsent und Worten des Dankes für seinen erfolgreichen Einsatz verabschiedet.
Auch der erste Vorsitzende Erwin Friedel legte zum Jahresende sein Amt nieder. Ihm sei an dieser Stelle Dank und Anerkennung ausgesprochen. Als Vorstand vertrat er 25 Jahre engagiert und konstruktiv die Interessen der Liedertafel. Seine Verdienste fanden ihren Niederschlag in mehreren Auszeichnungen. Diesmal bekam er vom Schwäb.-Bayer. Sängerbund die „Goldene“ Ehrennadel überreicht. Gleichzeitig wurde er zum Ehrenvorsitzenden der Liedertafel ernannt.
Bei der Generalversammlung im Januar 1989 standen wieder Neuwahlen an. Mit Marille Lefert wurde damals erstmals eine Frau mit der Vereinsführung betraut.
Bereits am 9. Februar 1989 konnte sie Fräulein Susanna Schönbühler, Musikstudentin an der Universität Augsburg, als neue Chorleiterin vorstellen.
Am 1. Mai war der erste öffentliche Auftritt unserer Dirigentin in der Aindlinger Pfarrkirche.
Im Oktober 1989 hatte der Gesangsverein „Liedehain“ aus Langenneufnach zum Herbstsingen mit Weinfest eingeladen. Dieser Abend wurde auch für die Liedertafel ein voller Erfolg. Man schloss schnell Freundschaft mit dem Gastverein und verbrachte zusammen fröhliche Stunden, bevor die Heimreise angetreten wurde.
Unserer Dirigentin Susanna Schönbühler gelang es, die Sängerinnen und Sänger so zu motivieren, dass in kurzer Zeit mit harter Probenarbeit das Leistungsniveau beachtlich gesteigert werden konnte.
Am 10. Dezember 1989 veranstaltete der Augsburger Sängerkreis in unserer Pfarrkirche St. Martin ein Adventskonzert. Gastgeber war die Liedertafel Aindling für den ASK.
Beim Frühjahrskonzert am 12. Mai 1990 in der Hauptschule Aindling herrschte kurz vor Beginn der Aufführung große Aufregung. Fräulein Schönbühler erkrankte plötzlich. Sie sorgte jedoch für einen Ersatz. Uschi Echl, eine Studienkollegin, übernahm Dirigentenstock und meisterte ihre Aufgabe mit Bravour. Das Konzert wurde für Sänger und Dirigentin ein voller Erfolg. Langanhaltender Applaus war unser Lohn.
17. Mai 1990 – Teilnahme der Liedertafel beim Auftaktkonzert zum Musikfest in der Augsburger Sporthalle.
Der nächste öffentliche Auftritt war schon am 15. Juli. Die Liedertafel übernahem die musikalische Gestaltung der Messfeier in der Wallfahrtskirche Maria Beinberg. Eingeladen hat die KAB Aindling.
Unser alljährlicher Sängerball, der für den 8. Februar 1991 geplant war, fiel wegen Beginn des Golfkrieges aus.
Am 11. Februar 1991 erhielt unser aktiver Sänger Isidor Held anlässlich seines 65. Geburtstages die Ehrenmitgliedschaft für 40 Jahre Singen bei der Liedertafel.
16. Juni 1991 – Die Liedertafel war mit einigen Liedvorträgen zu Gast beim 30jährigen Jubiläum des MGV Rehling.
Am 29. Juni 1991 konnte wieder, dank Rektor Jörg Mentzer, ein Sommerkonzert in der Aula der Hauptschule Aindling durchgeführt werden. Wir versuchen immer öfter, jugendliche Sänger und Musikanten bei unseren öffentlichen Auftritten zu engagieren.
Natürlich hat die Liedertafel auch beim 1. Aindlinger Marktfest am 7. und 8. September teilgenommen. Es wurde Südtiroler Speck und Rotwein verkauft.
Nicht unerwähnt soll bleiben, dass die Liedertafel seit Jahrzehnten bei Weihnachtskonzert im Krankenhaus die Patienten und das Personal erfreute. Am 5.12.1991 haben wir zum letzten Mal hier unsere Lieder vorgetragen. Zum Jahresende wurde das Krankenhaus geschlossen und soll künftig als Pflegeheim dienen.
Unsere erste Veranstaltung in unserem Festjahr begann mit dem Singen in unserer Pfarrkirche am 6. Januar 1992, am Fest der Heiligen Drei Könige. Aufgeführt wurde die St. – Martinus-Messe.
Sonntag, 12. Januar 1992 – Unser Ehrenmitglied Josef Rucker wurde für 70jährige Treue zum Verein geehrt.
Schon ein paar Tage später, am 23. Januar 1992, am Vorabend seines 90. Geburtstages, trafen sich die Sänger im Vereinslokal und marschierten unter Fackelschein zum Haus des Ehrenmitgliedes, um ihm mit einem Ständchen ganz herzlich zu gratulieren.
Die hier abgeschriebene Kurzchronik ist Teil der Festschrift zur 100 Jahr – Feier der Liedertafel Aindling und von Joachim und Marile Lefert verfasst. Fotos: Fotostudio Cerba, P.Weißer, Privat.
|